Montag, 29. April 2013

Pferd zu dünn?


Hier einige Ausschnitte einer Seite zum Thema Pferdefütterung :) 

Wenn Pferde zu mager sind

Was in der Mode-Branche erwünscht ist, ist für Pferdebesitzer eher eine Schmach: das Pferd ist zu dünn. Ein Pferd gilt als mager, wenn man seine Rippen sieht und sich die Hüftknochen deutlich hervorheben. Es ist sehr mager, wenn im Lendenbereich deutlich einzelne Wirbel hervorstehen und sich tiefe Gruben seitlich des Schweifes eingraben. Von einem kritischen Zustand spricht man, wenn bereits die Bemuskelung der Energieversorgung zum Opfer gefallen ist.
Natürlich gibt es Rasseunterschiede, so dass bei Pferden mit hohem Blutanteil (Araber, Vollblüter) eine superschlanke Figur eher toleriert wird als bei Fjordpferd, Haflinger oder Shettys, bei denen man von vorne herein ein rundliches Aussehen erwartet.

Zu wenig Futter oder Krankheit
Es gibt verschiedene Gründe, warum Pferde abmagern. Neben medizinischen Problemen wie Wurmbefall, Zahnproblemen oder Stoffwechselerkrankungen ist der Mangel an Energie die Ursache für ein mageres Pferd. Nun hängt der Energieumsatz beim Pferd nicht unbedingt davon ab, wie viel gefüttert, sondern was gefüttert wird.

Raufutter
Die kontinuierliche Raufutterversorgung durch Heu, Gras und Stroh ist eine Bedingung für eine geregelte und artgerechte Energieversorgung für das Pferd. In vielen Fällen ist ein Mangel an Raufutter verantwortlich für das Abmagern von Pferden. Heu bzw. Gras liefern nicht unwesentliche Mengen an Cellulose, Hemicellulose oder Pektin, die über die bakterielle Umsetzung im Dickdarm in flüchtige energiereiche Fettsäuren umgewandelt werden. Die kurzkettigen Fettsäuren werden entweder direkt zur Energiegewinnung verwendet oder in Speicherfett umgewandelt. Raufuttermangel führt zur Beeinträchtigung der Darmflora und damit zu einer gestörten Nährstoffausbeute.
Das Verhältnis von Raufutter zu Getreide ist  wichtig und sollte zwei zu eins  nicht unterschreiten. Ein Überschuss an Getreide stört das sensible Gleichgewicht im Darm. Dann wird langfristig auch ein angeblich gut gefüttertes Pferd mager.

Bewegung relativ
Stimmt das Verhältnis zwischen Energieaufnahme und körperlicher Betätigung nicht, dann wird ein Individuum entweder fett oder mager. Wird der Energiebedarf eines Pferdes, das körperlich viel leistet, nicht gedeckt, nimmt es ab. Die Anpassung der Fütterungsmenge an die Arbeitsleistung erfolgt mit „dem Auge des Herrn“ oder kann theoretisch berechnet werden. Dafür gibt es entsprechende Fütterungsempfehlungen. Faktoren wie Stress, Futterverwertung oder Darmtätigkeit sind unbekannte Variablen, die einen mathematischen Ansatz erschweren.

Stress als Nährstoffkiller
Die in Stresssituationen gebildeten Hormone Adrenalin und Noradrenalin haben einen blutzuckersteigernden Effekt. Sie erhöhten die Herzfrequenz und den Blutdruck, Erweiterung die Bronchien und setzen Energiereserven frei. Stress kann also zu Abmagerung führen, was sich gut bei Hengsten im Deckgeschäft und Turnierpferden nach dem Wochenende erkennen lässt.
Bei Turnierpferden sind der Transport und die erhöhte körperliche Leistung zusätzliche Energieräuber neben etwaiger psychischer Belastungen. In Stresssituationen steigt der Bedarf an den Vitaminen des B-Komplexes, der Bedarf an Magnesium und den Spurenelementen Zink, Kupfer, Selen, Chrom und Mangan. Stress hat eine große Wirkung auf den Stoffwechsel und kann nicht alleine durch vermehrte Futtergabe wettgemacht werden.

Mager ins Alter
Viele Pferde magern ab, wenn sie älter werden. Ob nun Zahnprobleme im Vordergrund stehen oder ein beeinträchtigter Stoffwechsel vorliegt, Fakt ist, dass sich allgemeine Nährstoffmängel im Alter manifestieren.
In vielen Fällen hat sich ein Zinkmangel über die Jahre entwickelt, der zu einer mangelnden Regeneration der Darmschleimhaut führt und dadurch die Futterverwertung beeinträchtigt. Es kommt zur Abmagerung oder Mäkeligkeit. Ebenso kann ein Mangel an Vitamin B12 zu Störungen der Darmflora führen und den Nährstoffaufschluss behindern. Diese Nährstoffdefizite beobachtet man auch häufig bei Pferden, die aus Osteuropa importiert wurden.

Zahnarzt und Wurmkur
Wir ein Pferd von Tag zu Tag beobachtbar magerer, sollte zunächst die  Raufutterration überprüft werden. Heu sollte gewogen werden. Erhält das Pferd mindestens 1,2 Kilogramm Heu je 100 Kilogramm Körpergewicht pro Tag? Ist Stroh zur freien Verfügung vorhanden?  Der Tierarzt sollte die Zähne kontrollieren und zum etwaigen Verabreichen einer Wurmkur beauftragt werden. Dabei spielt die jährliche Wurmkur gegen den Bandwurm eine wichtige Rolle. Eine bedarfsdeckende Fütterung von Magnesium und Zink ist notwendig.


Kein gedankenloses Aufmästen!
Soll nun zusätzlich der der Anteil an energiereichen Futtermitteln erhöht werden ist Vorsicht geboten. Eine Auffütterung muss ausgewogen und schonend erfolgen. Heu kann ad libitum, also ohne Begrenzung angeboten werden. Sanfte Zulagen von Getreide und Ölen sind vertretbar, sofern keine Übertreibungen in die eine oder andere Richtung erfolgen und die Gesamtration auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilt wird, denn dann könnten gegenteilige Effekte wie Verdauungsbeschwerden oder nur kurzfristiger Nutzen resultieren.
Abzuraten ist die alleinige Fütterung von Futtermitteln wie Mais, Brot oder Öl, um das Pferd aufzumästen. Die Fütterung von Mais wird problematisch, wenn der Mais nur gebrochen oder schlimmstenfalls ganz verfüttert wird. Besser sind hochaufgeschlossene Maisflocken. Im Allgemeinen gilt: je höher der Getreideaufschluss, desto geringer die Darmbelastung. Das gilt auch für Getreide wie Gerste, Weizen oder Dinkel (Hafer ist weniger problematisch). Unverdaute Stärkeanteile  können den Dickdarm übersäuern und zur Bildung von Gasen führen. Schlimmstenfalls kommt es zur Bildung von Giften im Darm, die die Hufrehe auslösen können.
Brot ist bereits hoch aufgeschlossenes Getreide und wird gerne zur letzten Mast vor dem Schlachten eingesetzt. Es sollte nur in Maßen (langfristig 1 bis 2 Kilogramm pro Großpferd) eingesetzt werden.

Leicht verdaut –schnelle Gewichtszunahme
Gekeimtes und gemälztes Getreide sowie Malzbier stärkt die Verdauung, peppt auf und führt schnell zur Gewichtszunahme und gutem Appetit. Ähnlich wirken auch die schmackhaften Zuckerrübenschnitzel und die Weizenkleie. Öle sind bei moderater Futtermenge leicht verdaulich, dabei eiweiß- und  kohlenhydratfrei. Öl ist mit 9000 Kalorien pro Liter eine effiziente Energiequelle. Eine übermäßige Ölfütterung (mehr als 0,5 Liter pro Tag) darf nur schrittweise erfolgen.

Mineralien- und Spurenelementdefizite dringend ausgleichen!
Nur langsam dürfen Arbeitsleistung und schließlich Getreidefütterung gesteigert werden. An größere Getreidemengen muss das Pferd erst allmählich gewöhnt werden. Einen ganz wichtigen Punkt darf man nicht außer acht lassen. In der Zeit des Hungers hatte das Pferd nicht nur eine defizitäre Energieversorgung, sondern auch eine äußerst knappe Versorgung mit Nährstoffen wie Mineralien, Vitaminen oder Spurenelementen.
Diese lange Zeit ohne bedarfsgerechte Versorgung führt zu erheblichen Mangelzuständen, die später durch eine „normale“ Fütterung nie mehr ausgeglichen werden können. Hier ist ein Mineralfutter gefragt, das besonders hochbioverfügbar und reich an Spurenelementen ist. Ein einseitiges Übermaß an bestimmten Nährstoffen verhindert die Aufnahme lebenswichtiger und stoffwechselrelevanter Spurenstoffe.
  
Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand 2011 ©


Freitag, 26. April 2013

Fressbremse von Loesdau

seit Beginn 2013 nutze ich eine Fressbremse mit Integriertem Halfter, die ich bei Losdau bestellt habe. Mein Haflinger trägt die Größe "FULL", was laut Kundenberatung für Warmblüter bestimmt ist.
Die Fressbremse sitzt meines Erachtens genau richtig und lässt sich mit dem Klettverschluss und den Schiebern gut anpassen und lässt sich auch einfach am Pferd anlegen.
Ein Manko stellt allerdings die Belüftung dar. Ich habe auf Höhe der Nüstern 2 große Öffnungen hineingeschnitten, um die Atmung nicht zu behindern. An diesen Stellen ist das Nylon nun ausgefranst, aber das ist verständlich.
Die Bodenplatte ist aus dickem Gummi gefertigt und rund um das Fressloch extra verstärkt. Ich habe die Fressöffnung mit einem bestimmten Bohrmaschinenaufsatz vergrößert, was problemlos funktioniert hat.
leider hat mein Pferd sich an Teilen des Kinns und an den Ganaschen mit einer Naht das Fell abgescheuert, was aber auch passieren kann, wenn ein Pferd permanent ein Halfter trägt (zb. hinter den Ohren).
Während viele andere Fressbremsen sich schnell abnutzen, oder von den pferden zerbissen werden, scheint dieses Exemplar langlebiger zu sein.
Die Fressbremse hat weniger als 20€ gekostet und ist bis jetzt ihr Geld wert!


Mittwoch, 17. April 2013

Fressbremse

"Fressbremsen sind Tierquälerei!" - "Nein, Gewöhnungssache!"
Wer hat Recht?
Dieser Post beschäftigt sich mit der Frage, wann es sinnvoll ist, eine Fressbremse einzusetzen.

Vor und Nachteile vom täglichen Weiterstecken:
- Pferd hat anfangs nur wenig Bewegungsfreiheit
- abgefressene Grasstummel verbrennen in der Sonne
- Pferd schlingt das Gras herunter
- Rangniedrigere Pferde werden vertrieben
- zu viel Arbeit bei großen Wiesen, da man täglich weit laufen muss
+ gibt Möglichkeit, die Grasmenge zu kontrollieren

Vor und Nachteile von Fressbremsen:
- Nicht nur das Pferd selbst sondern die gesamte Herde muss daran gewöhnt werden.
- Gras darf nicht zu kurz sein
- Salz und Wasserzugang eingeschränkt
+ Gewichtsabnahme wird gefördert
+ Hufrehe wird eingeschränkt
+ anfüttern wir einfacher und schonender
+ Pferde können auf größerem Weidestück stehen, und sich so besser austoben
+ verhindert Schlingen von Gras

diese Liste stellt einen groben überblick der vor- und Nachteile dar. Ob man nun eine Fressbremse verwendet oder nicht, muss jeder Pferdehalter für sich selbst entscheiden.
Wenn ja, gilt auch hier:
Es handelt sich um eine Futterunstellung der besonderen Art und deshalb sollte man das Pferd langsam daran gewöhnen, denn nicht jedes Pferd versteht die Fressbremse auf Anhieb und muss daher vielleicht erst die Öffnung zum Fressen gezeigt bekommen. Anfänglich scharrt das Pferd gelegentlich, doch das hört nach einer gewissen Zeit auf.

Fluchttier vs. Lügner

Wieso fragt ihr mich, wie ich es schaffe, mein Leben Tag für Tag einem Fluchttier anzuvertrauen?! - Ich frag euch doch auch nicht, wie es möglich ist, einander zu vertrauen, obwohl der Mensch die Fähigkeit hat, zu lügen!

Sonntag, 7. April 2013

alte Halfter recyceln

Zusammen mit den beiden Shettys, die sich in meiner Obhut befinden, habe ich einen ziemlich hohen "Halfterverbrauch". Jedes der Pferde bekommt ca alle 2 Jahre ein neues Halfter.
Da die Halfter nur auf der Weide getragen werden, kaufe ich idr "Billighalfter" die statt Schnallen Schieber haben, mit denen man die Größe einstellen kann, da sich diese Schieber im Notfall von selbst öffnen.
Manchmal passiert es, dass zB beim Schubbern oder Raufen ein Verschlusskarabiner zerbricht oder sich so verklemmt, dass man ihn nur shcwer öffnen kann. Diese Halfter eignen sich dann nicht mehr zur Benutzung.
Aber was macht man jetzt mit dem Halfter?
Entweder man hebt es auf (ich habe von jedem Pferd ein altes Halfter im Stall hängen, falls die Pferde ausbüxen sollten - ist aber seit 5 Jahren nicht mehr passiert- und man Suchtrupps bilden muss)

vom Halfter zum Heunetz-Aufhänger!
oder man recycelt sie!
Es geht kinderleicht!
Man benötigt:
ein altes Halfter
eine starke Schere oder ein scharfes Messer
1-2 Karabiner

so gehts:
schau dir dein Halfter genau an. Ist der Karabiner noch intakt? Kannst du den Schieber oder die Schnallen noch öffnen und verstellen?
wenn ja, sind das brauchbare Bestandteile!

Zerschneide das Halfter nun so, dass du ein möglichst langes Stück ohne "Abzweigungen" und mit möglichst vielen Ringen erhältst.
Wenn der Originalkarabiner noch nutzbar ist, sollte er sich an einem der Enden befinden.
Am anderen Ende hängst du einen anderen Karabiner ein.

Mit dem Originalkarabiner habe ich meinen Heunetzhalter um einen Stahlträger geschlungen und ihn in den nächsten Ring eingehakt. An den unteren Haken hänge ich mein Heunetz.

Mit dem Schieber oder der Schnall (falls vorhanden) kannst du nun die perfekte Höhe einstellen. Wenn das nicht geht, hängst du den Originalkarbiner nicht in den ersten sondern vielleicht in den 2. oder 3. Ring ein.

Samstag, 6. April 2013

Wurmkur verabreichen

Als ich meinem Pferd zum ersten Mal eine Wurmkur verabreichen sollte, stand ich mit der Spritze vor meinem Pferd und dachte nur "Wie zum Teufel bekomm ich das jetzt am besten ins Pferd?!"

Inzwischen sehe ich das gelassener, da ich meine eigene Methode entwickelt habe. Hier eine Schritt-für-Schritt Anleitung
Hier kann man den Kopf hoch anbinden

1. den Kopf des Pferdes am Halfter hoch anbinden

2. 3 große Möhrenstücke in die Jackentasche stecken

3. den Schieber auf der Spritze für das Gewicht des Pferdes einstellen

4. zum Pferd gehen, Kappe von der Wurmkur lösen und ohne Zeit zu verlieren die Wurmkur ins Pferd.

5. sofort nach wegnehmen der Spritze das erste Stück Möhre ins Pferd.

6. Wurmkur zurück in die Schachtel

7. weiteres Stück Möhre ins Pferd, loben & darauf achten, dass das Pferd nichts ausspuckt.

8. Pferd losbinden

9. Heu fressen lassen.

10. gründlich mit warmen Wasser und Seife die Hände waschen.

Durch das Kauen von Heu binden sich die Wurmkurreste aus dem Maul an das Heu und werden beim Schlucken mit in den Magen genommen.
Öffnet man die Wurmkur zu früh, riecht das Pferd die Wurmkur und lässt sich im schlimmsten Fall nicht mehr einfangen.

Freitag, 5. April 2013

Instinkte nutzen

inspired by HJN Reiten!

Dass man sich beim Reiten zum Anhalten schwer macht und sich ggf ein Stück zurück lehnt, sollte jedem Reiter klar sein. Das ist auch logisch, weil ein Pferd beschleunigt, wenn man sich nach vorne lehnt, es also entlastet.
Wozu also dabei noch Zügelhilfen?
In diesem Video  http://www.youtube.com/watch?v=OrtO26l3lSc wird deutlich, dass man ein Pferd - gerade im Gelände, wo man idr keine komplizierten Übungen macht - ohne Zügelhilfen reiten kann.

Dass das kein Hokus-Pokus ist, habe ich am eigenen Leib erfahren. Man kann sein Pferd - so simpel es klingt - nur durch Gewichtshilfen und Ausatmen anhalten! Durch das Ausatmen entspannt sich der Reiter und geht automatisch in den passiven Zustand über, was auch auf das Pferd übergeht, welches ja zum Energiesparen am liebsten entspannt und passiv "dasteht". kombiniert mit leichtem zurücklehnen und dem unterbrechen des Treibens kann man sein Pferd so zuverlässig anhalten.
Das funktionier sowohl auf dem Reitplatz als auch im Gelände und sogar fernab von befestigten Wegen.
Ich füge aber trotzdem noch hinzu, dass ich mein Pferd nahezu permanent am langen oder hingegebenen Zügel reite und sie deshalb auf Gewichtshilfen spezialisiert ist.

Bodenarbeit mit Pferden




Bodenarbeit mit Pferden von Sigrid Schöpe, erschienen im Kosmos Verlag
auf 69 Seiten wird man Schritt für Schritt in Bodenarbeit, Zirkustricks und Denkarbeit für Pferde eingeführt. Viele Bilder erleichtern das Verstehen. Mit farbig hinterlegten Kästen werden interessante Themen genauer erläutert.
Durch den logischen Aufbau ist es einfach, sich im Buch zurecht zu finden. Nicht nur für Anfänger sondern auch für Wiedereinsteiger oder Reiter, die ein fremdes Pferd arbeiten möchten.
 **** (4 von 5 möglichen Sternen)

zB. auf ebay erhältlich http://www.ebay.de/itm/Bodenarbeit-mit-Pferden-von-Sigrid-Schope-/181101173272?pt=Sach_Fachb%C3%BCcher&hash=item2a2a789a18

Donnerstag, 4. April 2013

Kommunikation *Ausbildung Reiter*

Ein guter Reiter versteht auch dann, was sein Pferd ihm sagen will, wenn es schweigt.

Ein schlechter Reiter nimmt sein Pferd nichtmal dann wahr, wenn es ihn anschreit. 

Wenn der Mensch tatsächlich die Krönung der Schöpfung darstellt und das Lebewesen mit der höchsten Intelligenz darstellt - Wieso versuchen wir dann immernoch, den Pferden UNSERE Sprache beizubringen? Wieso lernen wir nicht die Sprache der Pferde, wenn wir so schlau sind?

Ein Pferd kommuniziert permanent mit seinen Menschen. Der Mensch ist aber oft zu unaufmerksam, um es überhaupt zu registrieren. Ein erster Schritt, das zu ändern ist, sein Pferd jeden Tag aufs neue offen anzuschauen. Allein an der Ohrstellung und Körperhaltung kann man erste Schlüsse über die Laune und den Gemütszustand ziehen. Das Pferd sieht schon aus der Ferne, wie es uns geht. Wenn wir unsere Schultern hängen lassen, symbolisieren wir dem Pferd beispielsweise Niedergeschlagenheit, Trauer und Passivität. Genau das kann ein Pferd auch. Nur in seiner eigenen Sprache.
Beobachte dein Pferd! Denn auch wenn es sich selten mit Lauten verständigt, kommuniziert es mit dir!